23/05/2026 0 Kommentare
Text aus dem Schaukasten
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Text aus dem Schaukasten
„Pfingsten sind die Geschenke am geringsten“
An Weihnachten stapeln sich die Pakete. An Geburtstagen gibt es Blumen, Gutscheine und Kuchen. Aber Pfingsten?
Kaum jemand bringt ein Geschenk mit. Keine Wunschlisten, kein Geschenkpapier, keine großen Erwartungen.
Und doch erzählt Pfingsten von dem vielleicht größten Geschenk überhaupt.
Ich erinnere mich an einen Abend, an dem plötzlich alles zu viel wurde. Zu viele Gedanken. Zu viele Sorgen. Zu viele offene Fragen. Ein Gespräch, das schiefgelaufen war. Eine Stille im Haus, die schwer auf mir lag.
Und dann saß einfach jemand da. Hat nichts Großes gesagt. Hat nicht erklärt, warum alles gut werden würde. War einfach nur bei mir. In alledem, was zu viel und zu groß geworden war.
Allmählich. Still und leise wurde es ruhiger. Weiter. Heller. Wie ein zarter Luftzug. Ich hatte nichts getan. Aber jemand, eine Kraft war leise gekommen.
Vielleicht ist genau das die Kraft, das ungeahnte Geschenk von Pfingsten.
Die Bibel nennt den Heiligen Geist den Tröster. Einen, der Frieden stiftet, wo Menschen sich verhärten. Der Gemeinschaft schafft, wo jeder nur noch um sich selbst kreist. Der Mut gibt, wo Angst regiert.
Der Heilige Geist ist kein Geschenk zum Auspacken. Keine Schleife drumherum.
Aber die heilige Kraft, des Geistes kann verändern: Einen traurigen Menschen zum Lachen bringen. Eine verwirrten Gedanken ordnen. Etwas scheinbar Dunkles zum Leuchten bringen.
Pfingsten erinnert daran: Gott kommt nicht laut.
Manchmal kommt Gott wie ein leiser Atemzug.
Wie ein neuer Gedanke. Wie ein leiser Trost mitten in der Nacht. Wie unverhoffter Frieden nach einem Streit.
Vielleicht sind die Geschenke an Pfingsten wirklich die geringsten.
Aber das Geschenk selbst ist riesengroß.
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